HDBI

Hans-Dieter-Belitz-Institut für Mehl- und Eiweißforschung


Molekulare Sensorik (Aromastoff-Forschung)

Die flüchtigen Fraktionen von Lebensmitteln, in denen auch die Aromastoffe vorliegen, sind sehr komplex zusammengesetzt. So enthält z.B. Kaffee mehr als 1000, Milchschokolade mehr als 600 und Brot (Krume und Kruste) mindestens ebenso viele Komponenten. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Lebensmittelchemie der TU München und der Deutschen Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie wurde ein Konzept entwickelt, das die Selektion der entscheidenden Aromastoffe aus solchen, komplex zusammengesetzten Fraktionen erlaubt. Entscheidend ist dabei der Einsatz der menschlichen Nase als Biosensor (HRGC-Sniffing (Mitte); Ermittlung von Geruchsschwellenwerten) in Kombination mit instrumenteller Analytik (Kapillargaschromatographie; Massenspektrometrie).

Apparatur zur Isolierung von Aromastoffen   Vorrichtung zum Abriechen des Trägergasstromes bei der Kapillar-Gaschromatographie
Abriechen des Trägergasstromes bei der Kapillar-Gaschromatographie
  Hauptaromastoffe der Weißbrotkruste
Schema einer Apparatur zur Isolierung von Aromastoffen ("SAFE")   Abriechen des Trägergas-Stromes am "Sniffing-Port" eines Gaschromatographen   Strukturen der wichtigsten Aromastoffe der Weißbrotkruste

Mit Hilfe dieser Techniken konnten die Schlüsselaromastoffe von Weizen- und Roggenbrot, Toastbrot und französichem Baguette identifiziert werden. Weitere Untersuchungen zielen darauf ab, auf der Basis einer exakten quantitativen Analytik (Isotopenverdünnungsanalyse mit stabilen Isotopomeren) der Schlüsselaromastoffe das Aroma von Sauerteigen und Sauerteigbroten durch Wahl geeigneter Rohstoffe bzw. Verarbeitungsbedingungen (z.B. Teigführung, Art der Mikroorganismen) zu optimieren.


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