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Hans-Dieter-Belitz-Institut für Mehl- und Eiweißforschung |
Chemisch-analytische Methoden
In Kombination mit Backversuchen und rheologischen Messungen erlauben
chemisch-analytische Methoden eine umfassende Beschreibung der Eigenschaften
eines Mehles. Untersuchungen haben gezeigt, dass die backtechnischen
Eigenschaften von Weizenmehlen durch die Anwesenheit oder Abwesenheit
bestimmter Kleberproteinkomponenten einerseits und durch deren Menge
andererseits entscheidend beeinflusst werden. Daher wurden am Hans-Dieter-Belitz-Institut
Verfahren entwickelt, die Art und die Menge im Mehl enthaltener
Kleberproteinkomponenten zu bestimmen. Bei einer Methode wird eine kleine
Mehlmenge (50 mg) durch sequenzielle Extraktion mit verschiedenen
Lösungsmitteln in Fraktionen aufgetrennt, deren qualitative und quantitative
Zusammensetzung durch Umkehrphasen-Hochleistungsflüssigkeitschromatographie
(RP-HPLC) bestimmt wird (unten).
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| HPLC-Anlage zur Trennung von Kleberproteinkomponenten |
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Chromatogramm der Trennung von Proteinkomponenten des Weizenglutelins.
ω: ω-Gliadine; HMW bzw. LMW: hoch-
bzw. niedermolekulare Untereinheiten des Glutenins |
In einem zweiten Verfahren, das für Labore mit einfacher
Ausrüstung entwickelt wurde, sind die in den Fraktionen enthaltenen
Proteinmengen über Trübungsmessung (Turbidimetrie) messbar.
Die ermittelten Proteinzusammensetzungen können zur Sortendifferenzierung
oder zur Erklärung oder Vorhersage der backtechnischen Eigenschaften von
Mehlen herangezogen werden. Ferner werden über einen ELISA-Test mit dem
R5- Antikörper (r-Biopharm) Informationen über den Glutengehalt
gemessen, was insbesondere für Zöliakiekranke wichtig ist.
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